Adams Hansen’s Zeitfahren bei Paris Nizza mit dem Type R

Adams Hansen’s Zeitfahren bei Paris Nizza mit dem Type R

Ich freue mich meinen ersten von vielen Blog Beiträgen hier auf der Seite von LEOMO zu posten. Jetzt, wo ich den Type R ziemlich regelmäßig benutzt habe, gibt es nichts Besseres, als mit ein paar Renndaten anzufangen. Nehmen wir die aktuellsten, Paris Nizza, Etappe 5, das Zeitfahren.

Die Strecke der Zeitfahrprüfung war eine schöne Runde um Barbentane, 25.5km insgesamt. Ziemlich flach zu Beginn, mit ein paar Brücken und Überführungen, einem stetigen Anstieg zu einem nicht ganz leicht zu fahrenden Hügel im Mittelsektor, bevor es mit Rückenwind zügig in Richtung Ziel ging, welches sich auf einem kurzen, aber steilen Anstieg befand. Ja, Ouch! Ich zeichnete sowohl die Streckenbesichtigung als auch das Rennen mit dem Type R auf. Heute möchte ich einen Blick auf die beiden Datensätze werfen und sie miteinander vergleichen.

Ein grundlegender Überblick:

In der linken Spalte seht ihr die Aufschlüsselung der Streckenbesichtigung und in der rechten Spalte das Rennen. Unglücklicherweise habe an meinen Zeitfahrrad für die Rennen kein SRM, wie ich es an meinem Trainingsrad zu Hause habe. Wie auch immer, es ist recht einfach ein paar gravierende Unterschiede auszumachen, wie der Körper bei einer leichten Belastung im Vergleich zu einer Rennbelastung reagiert. Lasst uns im oberen Teil des Körpers anfangen und uns nach unten arbeiten.

Werft einen Blick auf die Daten, welche der Pelvic Sensor übermittelt hat: 

Während der Streckenbesichtigung fuhr ich sehr entspannt, 8 Minuten langsamer als im Rennen. Anhand der Pelvic Range kann ich sehen, dass ich entspannter bin und es mir leichter fällt meine Position zu halten. Sobald im Rennen die Intensität steigt, hat mein Becken den Drang sich nach oben zu neigen. Das erkenne ich daran, dass meine Pelvic Range mehr als 5 Grad Unterschied aufweist, wenn ich härter trete, 33.4 Grad bei der Besichtigung zu 38.5 Grad im Rennen. Bei der Pelvic Rotation kam ich im Durchschnitt auf 10.5 Grad Bewegung verglichen mit 10.7 Grad im Rennen. Ich muss dazu sagen, dass ich mit Hilfe von LEOMO viel daran gearbeitet habe, meine Position auf dem Straßenrad zu verbessern. Bis jetzt habe ich den Type R jedoch noch nicht genutzt, um an meiner Position auf dem Zeitfahrrad zu arbeiten und das zeigt sich hier. Mir gefällt es nicht sonderlich, dass meine Hüften so sehr rotieren, daher ist dieser Datensatz ein guter Ausgangspunkt. Meine Pelvic Rotation ist meines Erachtens nach zu hoch, sie sollte deutlich niedriger sein. Auf meinem Straßenrad ist diese Range nur ca. halb so groß. Ich weiß also woran ich nach Mailand San Remo arbeiten werde, an meiner Zeitfahrposition. Ähnliches gilt beim Pelvic Rock, es ist keine Raketenwissenschaft zu erkennen, dass die Werte im Rennen sich gegenüber der Besichtigung verschlechtern. Wenn ich Kraft auf das Pedal bringe, kippt mein Becken nach hinten, weil ich Schwierigkeiten habe stabil zu bleiben, sie springen von 5.1 Grad auf 7.2 Grad. Ich glaube annehmen zu können, dass diese 2.1 Grad Unterschied auch ein Grund dafür sind, dass mein Pelvic Angle sich wie oben gesehen vergrößert hat. Wenn die Kraft auf dem Pedal nicht so groß ist, bleibt mein Becken unter der geringeren Last stabiler und ich kann eine bessere Position beibehalten.

 

Meine Leg Angle Range ist ziemlich gut hier. Die Zahlen stimmen ziemlich gut überein. Es gibt nur sehr kleine Unterschiede zwischen der Besichtigung und dem Rennen. Wenn überhaupt könnte sie etwas zu hoch sein. Das weiß ich aber auch nur aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Type R auf meinem Straßenrad. Dass die LAR hier ein wenig zu hoch ist, könnte ebenso ein Grund für die höhere Beckenrotation sein. Es könnte bedeuten, dass mein Sattel ein wenig zu hoch ist und meine Beine dadurch eine größere Bewegungsbandbreite haben, vielleicht zu groß. Das könnte dazu führen, dass mein Becken so sehr rotiert, wie bereits beschrieben.

 

Meine Foot Angle Range bei der Besichtigung ist nahezu die gleiche, links und rechts verglichen. Ich rolle hier nur locker. Wenn ihr euch die Grafik hierdrüber anschaut, seht ihr, dass die gelben Linien für das linke und rechte Bein sehr gut übereinstimmen. Sobald ihr auf die FAR im Rennen schaut, erkennt ihr einen Unterschied. Wie auch auf meinem Straßenrad, ist mein linkes Bein besser. In anderen Sportarten ist mein linkes Bein das stärkere und dominierende. Die obere Grafik des FAR(Q1) zeigt, dass ich besser mit der Last umgehen kann, wenn ich mehr Kraft auf das Pedal bringe, mit weniger Bewegung als beim rechten Fuß, wenn der Kraftimpuls auf dem höchsten Punkt der Pedalumdrehung einsetzt. Der FAR wird tatsächlich besser im Rennen, wenn meine Beine ernst machen, der Dead Spot Score zeigt das. Da ist deutlich zu viel Bewegung in meinem rechten Fuß, um einen guten DSS aufrecht zu erhalten. Allerdings sehe ich da auch nichts neues. Auf meinem Straßenrad ist es dasselbe, nur nicht ganz so schlimm, weil ich daran gearbeitet habe, worüber ihr in späteren Beiträgen lesen werdet. Wenn ich im Rennen Gas gebe verbessern sich beide DSS, weil ich mich mehr auf meinen Tritt konzentriere, aber ich lasse immer noch viel liegen. Daran muss gearbeitet warden.

Wie bereits erwähnt, das ist das erstmal, dass ich Renndaten und Daten von der Streckenbesichtigung im direkten Vergleich gesehen habe. Für mich ist das sehr interessant, da ich exakt die gleiche Strecke gefahren bin, einmal mit sehr viel höherer Intensität und die beiden Datensätze zeigen, dass sich meine Bewegungen unter Last verändern, während alles andere gleichbleibt, die Position auf dem Rad und das Profil der Strecke. Die Zahlen lügen nicht. Ich weiß, dass ich nicht viel an meiner Sitzposition auf dem Zeitfahrrad gearbeitet habe und die Zahlen zeigen mir, dass ich das sollte. Davon ausgehend, denke ich, dass ich einige nützliche Informationen daraus ziehen kann. Als erstes ist mein LAR einen Tick zu hoch und das könnte der Grund dafür sein, dass die Pelvic Rotation auf meinem Zeitfahrrad doppelt so groß ist, wie die auf meinem Straßenrad. Das Absenken meines Sattels könnte diese Überdehnung verhindern und mir helfen eine stabilere Position meines Beckens beizubehalten. Es könnte sich ebenfalls positiv auf meinen Pelvic Rock auswirken und hoffentlich meinen DSS verbessern, ohne Auswirkungen auf meine Performance zu haben. Wenn ich also das nächste Mal mit meinem Zeitfahrrad trainiere, werde ich eine niedrigere Sitzhöhe ausprobieren, die Unterschiede in den Daten sehen und einige Verbesserungen erwarten. Stay tuned!


Leave a comment

Please note, comments must be approved before they are published