Beobachtungen beim Zeitfahren Teil 2: Die Position und Veränderungen in der Becken – und Rumpfbewegung

Hallo, ich bin Saita von Leomo.

 

Weiterführend vom letzten Post, möchte ich einen Blick auf die Unterschiede in der Position und Bewegung von Becken und Rumpf während meiner Vorbereitung für die Zeitfahren werfen.

 

Wenn du auf einem Zeitfahrrad unterwegs bist, nimmst du eine niedrige, nachvorne gelehnte Position ein, um den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten. In dieser Position ist es generell schwieriger die nötige Leistung aufs Pedal zu bringen, als beim Straßenrad. Ich möchte einen Blick auf verschiedene MPI’s werfen, in vier verschiedenen Positionen, auf 2 verschiedenen Rädern. Die Erste Position, wo ich die Bremsschaltgriffe an meinem Straßenrad halte, ermöglicht es mir die größte Leistung zu erbringen. Die zweite Position, wo ich den Unterlenker meines Straßenrads greife, erlaubt es mir mich weiter nach vorne zu lehnen, aber ich habe das Gefühl weniger Leistung erbringen zu können. Die dritte Position, auf meinem TT Bike, macht es mir gefühlt am schwierigsten, Leistung zu erbringen. Die vierte Position ist ebenfalls auf dem TT Bike, allerdings mit ein paar Änderungen an meiner Position, die es mir erlauben mehr Leistung zu generieren.

Abbildung 1: Becken und Rumpf MPI’s auf dem Straßen – und Zeitfahrrad

 

Seht euch Abbildung 1 an.

Konzentrieren wir uns auf Pelvic Angle und Torso Angle, fällt uns auf, dass diese MPI’s sich vom Halten der Bremsschaltgriffe, über das Halten des Unterlenkers, bis hin zur Position auf dem TT Bike verringert haben. Das liegt daran, dass ich mich in jeder Position immer weiter nach vorne lehne.

Als nächstes möchte ich die Beckenrotation beleuchten. Bevor ich die Veränderungen meiner Position auf dem TT Bike vornahm, betrug meine Beckenrotation 8.9 Grad. Dieser Wert lag deutlich höher im Vergleich zu meiner Position auf dem Straßenrad. Ich habe den Sattel auf meinem TT Bike 2mm nach hinten verschoben und 2mm abgesenkt. Diese Anpassung brachte meine Beckenrotation runter auf 5.7 Grad und damit näher zu dem Wert, den ich auf meinem Straßenrad habe. Dieses Mal gab es keine großen Veränderungen beim Pelvic Angle und Torso Angle. Es scheint also möglich eine Position zu finden, die es erlaubt die tiefe vorwärtsgelehnte Haltung beizubehalten, während die Bewegung des Beckens nicht sonderlich von dem abweicht, was ich auf dem Straßenrad habe. Diese Zeitfahrposition ermöglichte ebenfalls mehr Leistung.

Außerdem sank die Torso Rotation auf 6.9 Grad, nachdem ich in die Zeitfahrposition wechselte und es scheint, dass die Bewegungen im Oberkörper weniger und er stabiler wird. Mit weniger Bewegung im Oberkörper denke ich, dass sich auch mein Luftwiderstand verringern wird.

Für mich als Athleten, der hauptsächlich auf dem Straßenrad trainiert, ist das Reproduzieren einer ähnlichen Bewegung auf dem Zeitfahrrad wahrscheinlich der Schlüssel dazu, sich nicht nur komfortabler zu fühlen, sondern auch mehr Leistung auf dem Zeitfahrrad zu generieren. Versucht es auch einmal und seht wie sich eure MPIs beim Wechsel vom Straßenrad auf ein Zeitfahrrad verändern.

Hier geht es zum 3. Teil vom Beobachtungen beim Zeitfahren!


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