Beobachtungen beim Zeitfahren Teil 4: Head Angle

Hallo, ich bin Saita von Leomo.

 

In diesem Artikel – Teil 4 der Zeitfahrserie – geht es um die Haltung des Kopfes (Head Angle). Den 3. Teil der Beobachtungen beim Zeitfahren findest du hier!

Beim Zeitfahren, wo eines der Hauptziele ist den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten, kann die Haltung deines Kopfes einen wesentlichen Einfluss auf deine Endzeit haben. In einer etwas ungewöhnlichen Art die Type R Bewegungssensoren zu nutzen, haben wir einen der Sensoren im Helm platziert (Abbildung 1), um es uns zu ermöglichen den Winkel des Kopfes zu messen. Der Head Angle MPI, in Kombination mit Pelvis- und Torso Angle, verschafft uns einen besseren Überblick über die gesamte Position des Oberkörpers.

 

Abbildung 1: Platzierung des Sensors im Helm

 

Um das Auswerten der Daten einfacher zu machen, empfehlen wir zunächst auf dem Indoor Trainer zu fahren, um sich gezielt mit dem Winkel des Helmes zu befassen und später auf der Straße ein paar Referenzwerte zu haben, auf die man sich konzentrieren kann. Wie man auf der Abbildung 2 sehr gut sehen kann, ist der Head Angle zwischen der linken und rechten Position sehr unterschiedlich.

Abbildung 2: Die unterschiedlichen Head Angle auf dem Indoor Trainer, von der Seite betrachtet (Links: Position mit verstecktem Kopf, Rechts: Position mit leicht angehobenem Kopf)

 

Wir haben auch die Type R Daten des Head Angle und Torso Angle in der Position mit verstecktem und der Position mit leicht angehobenem Kopf, während der Fahrt auf dem Indoor Trainer, verglichen (Abbildung 3). Der Torso Angle ist rund 10 Grad bei beiden Positionen, während der Head Angle rund 10 Grad in der Position mit verstecktem Kopf und knapp 65 Grad in der Position mit leicht angehobenem Kopf beträgt.

 

Abbildung 3: Head Angle und Torso Angle während der Fahrt auf dem Indoor Trainer (Grüne Linie: Head Angle, Blaue Linie: Torso Angle)

 

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Head Angle und Torso Angle bei einem flachen, graden Abschnitt in einem Rennen (Abbildung 4) und stellen fest, dass der Torso Angle erneut rund 10 Grad beträgt, während der Head Angle in einer Range zwischen 35 Grad und 55 Grad liegt. Für den größten Teil des Rennens liegt er über 40 Grad. Diese Information zeigt uns, dass es schwierig ist die ideale Position, mit verstecktem Kopf, während hoher Intensitäten aufrecht zu erhalten. Es ist wichtig erwähnen, dass das Aufrechterhalten einer solch aggressiven Position mit niedrigerem Head Angle während des gesamten Zeitfahrens aufgrund der eingeschränkten Sicht quasi unmöglich ist, besonders bei technischen Kursen. Der Head Angle MPI ermöglicht dir einen wertvollen Einblick in deine Fähigkeiten eine aggressive Position während eines Rennens aufrecht zu erhalten. Durch das Sammeln von Daten über einen längeren Zeitraum, kannst du deine Fortschritte im Training und im Rennen nachvollziehen.

 

Abbildung 4: Head Angle und Torso Angle während eines Rennens (Grüne Line: Head Angle, Blaue Linie: Torso Angle)

 

Als zusätzliche Methode neben der Verkleinerung des Torso Angle, was wir in Beobachtungen beim Zeitfahren Teil 3 behandelt haben, kannst du auch den Head Angle nutzen, um eine deine Position zu verbessern und den Luftwiderstand zu verringern. Mit dem Type R kannst du komplexe Situationen sehr akkurat anhand der Daten identifizieren und genau aufschlüsseln, wie deine Position während eines Zeitfahrens aussieht.


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