Beobachtungen beim Zeitfahren Teil 5: Die Bedeutung der Haltung und Bewegungsabläufe beim Zeitfahren

Hallo, ich bin Saita von LEOMO.

Weiterführend von unserem vorangegangenen Post unserer Zeitfahrserie, möchten wir hier über ein anderes Thema sprechen. Nun, wo zwei Monate vergangen sind seit den nationalen Meisterschaften im Radsport, möchte ich den Zusammenhang zwischen Leistung und Zeit anhand der MPIs während eines weiteren Zeitfahrens, welches in Japan ausgetragen wurde, analysieren.

 

Das Rennen setzte sich aus 3 Runden, zu je 5 km also insgesamt 15km), auf einem flachen Kurs zusammen. Dieser technische nicht sehr anspruchsvolle Kurs erlaubte es während des gesamten Rennens konstant zu pedalieren.

 

Abbildung 1: Detaillierte Daten des gesamten Rennens und der einzelnen Runden

 

Wenn ich mir Abbildung 1 anschaue, möchte ich LAP 1 aus dem Vergleich herausnehmen und mich ausschließlich auf LAP 2 und LAP 3 konzentrieren, da ich in LAP 1 aus dem Stand beschleunigen musste. Die Durchschnittsleistung betrug 357 Watt für LAP 2 und 366 Watt für LAP 3. Die Leistung in LAP 3 war im Schnitt 9 Watt höher, trotzdem war die Zeit 2 Sekunden langsamer (6:42 für LAP 2 und 6:44 für LAP 3).

Bei einem genaueren Blick auf die MPIs, sind wir in der Lage eine Theorie für die Ursache der Zeitunterschiede aufzustellen.

 

Mit Hilfe der drei Torso MPIs, Torso Angle, Torso Rotation und Torso Rock, werde ich die Bewegungen des Oberkörpers bewerten, welche sehr stark im Zusammenhang mit dem Luftwiderstand stehen.

 

Es ist offensichtlich, dass alle drei MPIs größer werden von LAP 2 zu LAP 3. Was hat das zu bedeuten? Ein erhöhter Torso Angle bedeutet, dass der Oberkörper aufrechter ist, was darin resultiert, dass man mehr Gegenwind spürt. Erhöhte Werte bei der Torso Rotation und Torso Rock sind ein Indikator dafür, dass sich der Oberkörper mehr bewegt hat. Man kann davon ausgehen, dass mehr Bewegung im Oberkörper den Luftwiderstand erhöht, da es mehr Bewegung gegen den Wind gibt.

 

Die Konsequenz daraus ist, dass die höhere Leistung nicht zu einer schnelleren Rundenzeit geführt hat. Zeitfahren setzt zweifelsohne Leistung voraus, aber es steht fest, dass die Fähigkeit seine Haltung aufrecht zu erhalten ebenso wichtig ist. Packe für das nächste Zeitfahren deinen Type R aus und lass uns wissen, was dir aufgefallen ist.


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