Optimierung der Laufökonomie mit einer Weltklasse Marathonläuferin / LEOMO Live Video Sync

Hi, mein Name ist Rosie Edwards, Sports Research Analyst bei LEOMO, in Boulder. Ich hatte kürzlich die Ehre mit meiner Freundin Lindsay Flanagan auf dem Höhepunkt ihrer Laufkarriere zu arbeiten. Lindsays Marathon Bestzeit liegt bei 2:29, sie hat mehrere All American Auszeichnungen und eine Silbermedaille bei den Pan American Games vorzuweisen. Kürzlich hat sie eine Top 10 Platzierung beim Boston Marathon erzielt. 

Lindsay hat eine lange Geschichte von Überlastungsverletzungen. Über einen Zeitraum von 2 Jahren erlitt sie zahlreiche Ermüdungsbrüche im Calcaneus, Cuboid und Processus Anterior. Als Marathonläufer ist Konstanz der Schlüssel, daher ist die Fähigkeit, sich an physiologischen Stress anzupassen und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung zu stärken, entscheidend für die Leistung. Obwohl Lindsay verletzungsbedingt nicht genügend trainiert hat, hat sie ein extrem hohes Niveau erreicht. Unser Ziel war es, potenzielle Vorläufer für Verletzungen durch eine Lauf- und Kraftanalyse zu identifizieren und so ihre Laufökonomie zu verbessern, um sie im Vorfeld der Olympischen Spiele 2020 dabei zu unterstützen, ihr volles Potential ohne Unterbrechungen ausschöpfen zu können.

LEOMO’s Rolle dabei:

Live Video Sync (LVS) ist ein starkes Tool für Bewegungsanalysen. Es ermöglicht mir, die Lauf Form in verschiedene Bewegungen zu zerlegen, die dann unter Verwendung der Rohdaten für die quantitative Analyse untersucht werden können. LVS besteht aus 5 IMUs, die sich auf dem Körper befinden, wodurch der Benutzer die Möglichkeit hat, numerische Bewegungsdaten mit der Videoaufnahme zu synchronisieren.

Auf Lindsays Level sind die kleinen Details in ihrer Bewegung entscheidend, um ihre Bewegungen mit höchster Genauigkeit analysieren zu können.

Funktionale Bewegungsanalyse:

Viele funktionale Bewegungsanalysen verwenden einen systematischen bilateralen Bewegungsansatz, der auf den Fähigkeiten des Athleten basiert. In erster Linie habe ich Lindsays Kniebeugen- und Kreuzhebenmechanik analysiert. Für diesen Anwendungsfall habe ich Lindsays Kniebeuge und ihre Fähigkeit untersucht, einseitigen Belastungen standzuhalten. Während der Beurteilung beobachtete ich bilateral einen Valgus des Knies, aber auch eine laterale Hüftverlagerung, die sich durch Veränderungen des Gyro-Z an der Taille zeigte. Die oben abgebildeten Rohdaten verdeutlichen, dass bei Ausführung der Übung am linken Bein die Höhe des Peaks zunimmt, auch wenn die Zunahme geringer ist als auf der rechten Seite. Die Unfähigkeit, die Übung bei einseitiger Belastung mit wie gefordert auszuführen, kann auf muskuläre Ungleichgewichte des Gesäß- und Hüftkomplexes und mögliche Einschränkungen der Knöchelbeweglichkeit hinweisen.

Laufanalyse:

Um die Vortriebskraft gegen den Boden durch Hüftextension zu maximieren und das Bein effizient nach vorne zu schwingen, muss der Athlet starke Hüften haben. Ich war daran interessiert, den Gyro-X am Knie während der Laufbeurteilung zu untersuchen, um festzustellen, ob sich die Ungleichgewichte, die während der Funktionsbewegungsbeurteilung festgestellt wurden, in ihrem Schritt bemerkbar machten. Schwächen in der Gesäßmuskulatur oder Bewegungseinschränkungen in den Hüften können sich in Abweichungen von der typischen Schwungphase während der zyklischen Laufbewegung äußern.

Während der Laufanalyse wurde eine Hüftabduktion auf der rechten Körperseite beobachtet, und mit LVS konnte ich die Unterschiede zwischen der linken und der rechten Körperseite untersuchen. Der rechte Kniegyro-x zeigt einen flachen Teil der Kurve, während der linke Kniegyro-x ein weiches Verhalten zeigt. Eine Einschränkung der Hüftextension kann daher durch Einschränkungen der Hüftmobilität, Kraftstörungen oder beidem begründet sein. Die Disbalancen während der Kniebeuge auf der rechten Seite stimmen mit denen während der Laufanalyse überein. Anhand der von LVS erfassten Daten ist ersichtlich, dass es zwischen der linken und der rechten Körperseite deutliche Unterschiede gibt. Obwohl nicht nachgewiesen wurde, dass Symmetrie die Leistung verbessert, lieferte mir die Diskrepanz zwischen der linken und rechten Körperseite in diesem Anwendungsfall wichtige Informationen bei der Entwicklung ihres Kraftprogramms.

Das Kraftprogramm zielte auf die Mobilisierung und Kräftigung des Hüftkomplexes ab mit zusätzlichen Übungen für den Core und einem Fokus auf die Entwicklung der hinteren Kette. Wir haben hauptsächlich an bilateralen Belastungen gearbeitet, die sich über einen Zeitraum von 12 Wochen zu einseitigen Übungen entwickelten.


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